Aslan musste operiert werden! 205€/800€. Mehr dazu unter "Tiernotfälle"
Hinter jeder besonderen Pfote steckt eine ganz eigene Geschichte und oft auch eine besondere Verantwortung.
Hier stellen wir Ihnen unsere Hunde mit ihren individuellen Bedürfnissen vor und zeigen, was ihre tägliche Betreuung wirklich bedeutet.
Amy gehört zu unseren Residenz-Pfoten. Sie ist Epileptikerin und braucht dauerhaft eine engmaschige Versorgung und 24-Stunden-Betreuung.
Was hat Amy und wie macht es sich bemerkbar?
Amy leidet an Epilepsie. Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung des Gehirns, bei der eine dauerhafte Neigung zu wiederkehrenden epileptischen Anfällen besteht. Vereinfacht erklärt entsteht ein epileptischer Anfall durch eine vorübergehende übermäßige und gleichzeitig ablaufende elektrische Aktivität von Nervenzellen im Gehirn.
Und genau hier wird Epilepsie kompliziert: Trotz intensiver Forschung sind bis heute längst nicht alle Ursachen und Mechanismen vollständig verstanden und erforscht. Es gibt verschiedene Formen und mögliche Ursachen. Bei manchen Hunden spielen genetische Faktoren eine Rolle. Epilepsie kann aber auch durch strukturelle Veränderungen beziehungsweise Erkrankungen des Gehirns entstehen, beispielsweise durch Entzündungen, Entwicklungsstörungen, Verletzungen, Gefäßerkrankungen oder Tumoren. Und dann gibt es Hunde, bei denen trotz entsprechender Untersuchungen keine konkrete zugrunde liegende Ursache gefunden werden kann.
Wichtig ist dabei auch: Nicht jeder Krampfanfall bedeutet automatisch Epilepsie. Beispielsweise können auch bestimmte Stoffwechselentgleisungen oder Vergiftungen Anfälle hervorrufen. Diese werden medizinisch als reaktive Anfälle bezeichnet und von einer Epilepsie unterschieden.
Epilepsie ist deshalb nicht einfach „Hund krampft“. Man muss genau hinschauen, die Vorgeschichte kennen, tierärztlich untersuchen lassen und mit der Zeit auch seinen eigenen Hund lesen lernen. Medizinisches Wissen ist dabei genauso wichtig wie die Erfahrung, die man über Jahre mit einem betroffenen Hund sammelt.
Viele Menschen haben bei einem epileptischen Anfall sofort das klassische Bild im Kopf: Der Hund fällt um, der ganze Körper verkrampft und die Beine beginnen zu strampeln. Das kann so aussehen – muss es aber nicht.
Bei Amy treten unter anderem fokale epileptische Anfälle auf. „Fokal“ bedeutet vereinfacht gesagt, dass die epileptische Aktivität zunächst in einem begrenzten Bereich beziehungsweise Netzwerk des Gehirns beginnt. Dadurch können beispielsweise nur bestimmte Körperregionen, Bewegungen oder Verhaltensweisen betroffen sein. Ein solcher Anfall kann fokal bleiben, sich aber auch weiter ausbreiten.
Bei Amy beginnt es mit dem Kopf. Sie fängt an, mit dem Kopf zu wackeln. Hin und wieder verkrampfen sich zusätzlich ihre Pfoten beziehungsweise Beine, sie strampelt dabei jedoch nicht. Während ihrer fokalen Anfälle reagiert Amy weiterhin auf uns und ist für uns ansprechbar. Ob sie dabei tatsächlich vollständig bei Bewusstsein ist, können wir natürlich nicht beurteilen – wir können nur beschreiben, was wir bei ihr beobachten.
Und genau hier kommen unsere Klimpermarken ins Spiel. 😄 An Amys Halsband hängen mehrere TASSO- und Namensmarken, die wir über die Zeit gesammelt haben. Wenn das typische Kopfwackeln beginnt, bewegen sich die Marken und fangen an zu klimpern. Für uns ist das mittlerweile eine kleine zusätzliche Alarmanlage.
Natürlich klimpert es genauso, wenn Madame spielt oder sich ordentlich schüttelt. 😂 Dann laufen wir eben einmal umsonst nach ihr schauen. Aber lieber schauen wir zehnmal zu viel nach Amy als genau das eine Mal zu wenig, wenn sie uns wirklich braucht.
Amys tägliche Versorgung
Bei Epilepsie geht es nicht darum, einfach irgendeine Tablette zu geben und damit ist die Sache erledigt. Ziel einer medikamentösen Behandlung ist es, die Anfälle möglichst gut zu kontrollieren und ihre Häufigkeit und Schwere zu reduzieren. Eine vollständige Anfallsfreiheit lässt sich jedoch nicht bei jedem Hund erreichen.
Amy bekommt ihre Medikamente täglich zu festen Zeiten: um 8:00 Uhr, 16:00 Uhr, 20:00 Uhr und 0:00 Uhr.
💊 Phenoleptil mit dem Wirkstoff Phenobarbital
💊 Levetiracetam
💊 Vitamin D3
💊 Magenschutz
💊 CBD-Öl
💊 Präparate zur Unterstützung von Darm und Immunsystem
💊 weitere verschiedene Präparate je nach Bedarf
Zusätzlich erhält Amy spezielles Trocken- und Nassfutter. Für einen akuten Anfall haben wir immer ihr Notfallmedikament griffbereit. Reicht dieses nicht aus, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen, fahren wir mit ihr in die Klinik.
Zu ihrer dauerhaften medizinischen Betreuung gehören außerdem regelmäßige Blutuntersuchungen und Kontrollen ihres Medikamentenspiegels. Gerade bei einer langfristigen Behandlung mit Antiepileptika ist eine regelmäßige tierärztliche Überwachung wichtig.
Die Kosten im Überblick 💶
💊 Dauermedikamente und Präparate: ca. 150–180 Euro monatlich
🥫 Spezialfutter: ca. 70 Euro monatlich
💉 Notfallmedikament: ca. 80 Euro
🩸 Blutbild und Medikamentenspiegel: ca. 100–130 Euro pro Kontrolle
🏥 Klinikaufenthalt: ca. 150–300 Euro pro Aufenthalt
Allein für Medikamente und Spezialfutter entstehen damit feste Kosten von rund 220–250 Euro im Monat beziehungsweise 2.640–3.000 Euro im Jahr. Hinzu kommen das Notfallmedikament, die regelmäßigen Kontrollen und mögliche Klinikaufenthalte.
Die Klinikkosten rechnen wir bewusst nicht pauschal auf ein Jahr hoch. Es gibt Monate, in denen Amy überhaupt nicht in die Klinik muss, und andere, in denen ein oder sogar zwei Aufenthalte notwendig werden. Eine feste Jahressumme wäre deshalb schlicht nicht realistisch.
Was bedeutet das für uns?
Bei Amy bedeutet Epilepsie vor allem Verlässlichkeit, Beobachtung und schnelles Handeln, wenn es notwendig wird. Vier Medikamentenzeiten am Tag müssen eingehalten werden – auch die Gabe um Mitternacht. Medikamente und Spezialfutter müssen rechtzeitig bestellt sein, das Notfallmedikament muss immer griffbereit liegen und die tierärztlichen Kontrollen müssen eingehalten werden.
Mindestens genauso wichtig ist aber, Amy selbst zu kennen. Wir wissen mittlerweile, wie ihre Anfälle normalerweise beginnen und verlaufen. Wir müssen Veränderungen wahrnehmen und einschätzen können, wann wir beobachten, wann das Notfallmedikament notwendig wird und wann wir keine Zeit verlieren dürfen und in die Klinik fahren.
Was ich jedem bei einem Epileptiker außerdem ans Herz legen würde: Führt ein Epilepsie- beziehungsweise Anfallstagebuch. Wir dokumentieren, wann ein Anfall auftritt, wie lange er dauert, wie er sich zeigt und wie schwer er ist. Auch besondere Auffälligkeiten rund um den Anfall können notiert werden. Wenn es die Situation zulässt, kann auch ein Video für den behandelnden Tierarzt sehr hilfreich sein. Denn aus dem Gedächtnis heißt es Wochen später schnell einmal „ungefähr“ – aufgeschrieben hat man dagegen einen Verlauf, den man tatsächlich vergleichen kann.
So lässt sich mit der Zeit erkennen, ob sich Häufigkeit, Dauer oder Art der Anfälle verändern und ob sich möglicherweise wiederkehrende Zusammenhänge zeigen. Vor allem liefert dieses Tagebuch dem behandelnden Tierarzt wichtige Informationen, wenn beurteilt werden muss, wie sich die Epilepsie entwickelt und ob die Behandlung angepasst werden sollte.
Und genau deshalb sprechen wir bei Amy von einer 24-Stunden-Betreuung. Das bedeutet natürlich nicht, dass rund um die Uhr jemand neben ihr sitzt und sie anstarrt. Es bedeutet, dass ihre Erkrankung jederzeit Aufmerksamkeit und im Ernstfall sofortiges Handeln verlangen kann.
Denn Epilepsie interessiert es herzlich wenig, ob gerade Tag oder Nacht ist.
Persönliches ❤️
Bei Amy muss man ganz klar sagen: Ihre Chance auf eine Vermittlung ist aufgrund ihrer Erkrankung und des damit verbundenen Aufwands sehr gering.
Ein neues Zuhause müsste nicht nur Amy übernehmen, sondern dauerhaft bereit sein, mit ihrer Erkrankung zu leben. Dazu gehören ihr Medikamentenplan bis Mitternacht, das Erkennen ihrer Anfälle, der Umgang mit möglichen Notfällen, regelmäßige tierärztliche Kontrollen und natürlich auch die laufenden sowie unerwarteten Kosten.
Deshalb wird Amy sehr wahrscheinlich eine unserer Residenz-Pfoten bleiben.
Aber genau an diesem Punkt ist mir etwas wichtig:
Amy ist nicht ihre Epilepsie. Sie ist ein Hund mit Epilepsie. Und das ist ein großer Unterschied.
Sie spielt, sie hat ihre Eigenheiten, sie macht Blödsinn und sie schafft es mit ihren Klimpermarken regelmäßig, dass irgendeiner von uns angerannt kommt, obwohl Madame sich einfach nur ordentlich geschüttelt hat. 😂
Wir nehmen ihre Erkrankung ernst. Wir kennen ihre Anfälle, ihre Medikamente und ihre Notfälle. Aber wir machen aus Amy deshalb keinen Hund, dessen ganzes Leben sich nur um eine Diagnose dreht.
Wir kennen die Krankheit – aber vor allem kennen wir Amy. Und genau darum geht es. ❤️🐾
Hope-Sveja gehört zu unseren Residenz-Pfoten. Sie ist herzkrank und leidet an einer Herzinsuffizienz. Damit gehört auch sie zu den Hunden, bei denen Medikamente, Spezialfutter, regelmäßige Kontrollen und vor allem eine genaue Beobachtung dauerhaft zu ihrem Leben gehören.
Was hat Hope-Sveja und wie macht es sich bemerkbar?
Hope-Sveja leidet an einer Herzinsuffizienz. Aber was bedeutet das eigentlich?
Herzinsuffizienz heißt zunächst einmal nicht, dass das Herz einfach „aufhört zu funktionieren“. Vereinfacht gesagt ist das Herz nicht mehr in der Lage, seine Aufgabe unter den jeweiligen Bedingungen ausreichend zu erfüllen. Je nachdem, welcher Bereich des Herzens betroffen ist und welche Erkrankung dahintersteckt, können sich die Folgen ganz unterschiedlich zeigen.
Das Herz ist im Grunde die Pumpe unseres Kreislaufs. Es sorgt dafür, dass sauerstoffreiches Blut in den Körper gelangt und das Blut anschließend wieder zum Herzen zurücktransportiert wird. Funktioniert dieses System nicht mehr ausreichend, kann es unter anderem zu einem Rückstau von Blut und Flüssigkeit kommen.
Und genau diese Flüssigkeitsansammlungen sind bei einer Herzinsuffizienz ein wichtiger Punkt.
Je nachdem, welche Seite beziehungsweise welcher Bereich des Herzens betroffen ist, kann sich Flüssigkeit beispielsweise in der Lunge, im Brustkorb oder im Bauchraum ansammeln. Eine Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum bezeichnet man medizinisch als Aszites.
Bei Hope-Sveja beobachten wir genau das hin und wieder: Bei ihr kann sich Flüssigkeit im Bauchraum ansammeln. Deshalb achten wir sehr genau darauf, ob sich ihr Bauchumfang verändert und wie ihr Allgemeinzustand ist.
Auch andere Veränderungen können bei herzkranken Hunden wichtig sein. Dazu können – abhängig von der zugrunde liegenden Herzerkrankung – beispielsweise eine verminderte Belastbarkeit, schnellere Ermüdung, Schwäche, Veränderungen der Atmung, Husten oder in schwereren Fällen Atemnot beziehungsweise Kreislaufprobleme gehören.
Das bedeutet aber nicht, dass jeder herzkranke Hund automatisch all diese Symptome zeigt. Herzerkrankung ist nicht gleich Herzerkrankung. Entscheidend sind immer die genaue Diagnose, das Stadium der Erkrankung und der einzelne Hund.
Und genau deshalb ist bei Hope-Sveja für uns nicht nur irgendein Lehrbuch entscheidend. Wir müssen wissen, was medizinisch wichtig ist – aber wir müssen vor allem Hope-Sveja kennen. Wie verhält sie sich normalerweise? Wie belastbar ist sie? Wie atmet sie? Verändert sich ihr Bauch? Frisst sie normal? Wirkt sie müder als sonst?
Oft sind es gerade diese kleinen Veränderungen, die einem zeigen, dass man genauer hinschauen muss.
Hope-Svejas tägliche Versorgung
Hope-Sveja bekommt ihre Medikamente täglich zu festen Zeiten: um 8:00 Uhr und um 20:00 Uhr.
💊 Vetmedin beziehungsweise Cardisure mit dem Wirkstoff Pimobendan
💊 Furosemid
💊 Magenschutz
💊 Omega-3-Fettsäuren
Zusätzlich benötigt Hope-Sveja dauerhaft Spezialfutter, das auf ihre gesundheitliche Situation abgestimmt ist.
Pimobendan gehört zu den Medikamenten, die bei bestimmten Herzerkrankungen und Formen der Herzinsuffizienz des Hundes eingesetzt werden. Es unterstützt unter anderem die Pumpfunktion des Herzens und beeinflusst die Blutgefäße.
Furosemid ist ein Diuretikum – also ein stark harntreibendes Medikament. Es hilft dem Körper dabei, überschüssige Flüssigkeit über die Nieren auszuscheiden. Genau deshalb spielt es bei einer Herzinsuffizienz mit Flüssigkeitsansammlungen eine wichtige Rolle.
Und daran sieht man auch, warum man solche Medikamente nicht einfach nach Gefühl geben, verändern oder absetzen sollte. Herzmedikamente müssen auf den einzelnen Patienten abgestimmt und tierärztlich begleitet werden.
Gerade unter einer längerfristigen Behandlung mit Furosemid sind außerdem regelmäßige Blutkontrollen wichtig, weil unter anderem Nierenfunktion und Elektrolythaushalt beobachtet werden müssen.
Hope-Svejas Medikamente und ihr Spezialfutter sind deshalb feste Bestandteile ihrer täglichen Versorgung.
Die Kosten im Überblick 💶
💊 Medikamente und unterstützende Präparate: ca. 120 Euro monatlich
🥫 Spezialfutter: ca. 60 Euro monatlich
🩸 Tierärztliche Kontrolle inklusive Blutuntersuchung: ca. 70–80 Euro pro Kontrolle
Damit entstehen für Hope-Svejas Medikamente und Spezialfutter feste Kosten von rund 180 Euro im Monat beziehungsweise 2.160 Euro im Jahr.
Hinzu kommen ihre regelmäßigen tierärztlichen Kontrollen und natürlich mögliche zusätzliche Untersuchungen oder Behandlungen, wenn sich ihr Zustand verändert.
Diese zusätzlichen Kosten rechnen wir bewusst nicht pauschal auf ein Jahr hoch. Wie häufig weitere Untersuchungen oder Behandlungen notwendig werden, hängt davon ab, wie sich Hope-Svejas Herzerkrankung entwickelt.
Was bedeutet das für uns?
Mit einem herzkranken Hund zu leben bedeutet vor allem: beobachten, ohne den Hund permanent krankzureden.
Hope-Svejas Medikamente müssen morgens und abends zuverlässig gegeben werden. Spezialfutter und Medikamente müssen rechtzeitig vorhanden sein und ihre tierärztlichen Kontrollen müssen eingehalten werden.
Genauso wichtig ist aber der Blick auf Hope-Sveja selbst.
Bei einer Herzinsuffizienz können Veränderungen manchmal schleichend auftreten. Deshalb achten wir auf ihren Allgemeinzustand, ihre Belastbarkeit, ihre Atmung und natürlich darauf, ob sich erneut Flüssigkeit im Bauchraum ansammelt.
Gerade bei einem herzkranken Hund sollte man deshalb seinen normalen Zustand sehr gut kennen. Denn nur wenn ich weiß, was bei meinem Hund normal ist, kann ich auch erkennen, wenn sich etwas verändert.
Und noch etwas ist mir wichtig: Medikamente wie Furosemid sorgen dafür, dass vermehrt Flüssigkeit ausgeschieden wird. Deshalb gehören solche Hunde in tierärztliche Betreuung und ihre Blutwerte müssen regelmäßig kontrolliert werden. Die Behandlung einer Herzinsuffizienz ist nichts, woran man selbst nach Gefühl herumschrauben sollte.
Persönliches ❤️
Eine Herzdiagnose hört sich erst einmal gewaltig an. Und natürlich nehmen wir Hope-Svejas Erkrankung ernst.
Aber ich finde gerade bei solchen Hunden eines unglaublich wichtig:
Man darf aus einem herzkranken Hund nicht nur noch einen Patienten machen.
Hope-Sveja soll nicht morgens aufstehen und sinnbildlich zuerst ihre Krankenakte vor die Nase gehalten bekommen. 😂 Sie soll Hund sein dürfen.
Natürlich beobachten wir sie. Natürlich bekommt sie ihre Medikamente und ihr Spezialfutter. Natürlich reagieren wir, wenn sich etwas verändert. Und natürlich gibt es Dinge, auf die wir bei ihr stärker achten müssen als bei einem gesunden Hund.
Aber zwischen Medikamenten, Spezialfutter, Blutkontrollen und dem ganzen medizinischen Zeug findet immer noch das Wichtigste statt:
ihr Leben.
Wir nehmen ihre Herzinsuffizienz ernst, ohne sie zum Mittelpunkt jedes einzelnen Tages zu machen.
Denn Hope-Sveja hat zwar ein krankes Herz.
Aber dieses Herz gehört immer noch einem Hund, der leben möchte. Und genau das soll sie bei uns auch dürfen. ❤️🐾
Berti gehört zu unseren Residenz-Pfoten und bringt gleich zwei medizinische Baustellen mit: Epilepsie und eine chronische Ohrenentzündung. Beides begleitet ihn dauerhaft – das eine inzwischen erfreulich ruhig, das andere leider ziemlich hartnäckig.
Was hat Berti und wie macht es sich bemerkbar?
Berti ist Epileptiker. Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung des Gehirns, bei der eine dauerhafte Neigung zu wiederkehrenden epileptischen Anfällen besteht. Während eines Anfalls kommt es vorübergehend zu einer krankhaft gesteigerten beziehungsweise ungewöhnlich synchronen elektrischen Aktivität von Nervenzellen im Gehirn.
Trotz intensiver Forschung sind bis heute längst nicht alle Ursachen und Mechanismen der Epilepsie vollständig verstanden und erforscht. Genetische Faktoren können ebenso eine Rolle spielen wie bestimmte strukturelle Erkrankungen oder Veränderungen des Gehirns. Und bei manchen Hunden lässt sich trotz entsprechender Diagnostik keine konkrete Ursache feststellen.
Was Berti aber besonders schön zeigt: Epilepsie hat nicht nur ein Gesicht.
Wer Amy kennt, kennt beispielsweise ihr Kopfwackeln und ihre Klimpermarken. Bei Berti können wir diese Anzeichen vergessen – der macht seine eigene Nummer daraus.
Bei ihm zeigt sich ein Anfall vor allem durch starkes Hecheln, Zittern und dieses typische Hin-und-her-Laufen. Er wird auffällig unruhig und läuft immer wieder auf und ab.
Genau deshalb reicht es bei Epilepsie nicht, nur zu wissen, wie ein „typischer Krampfanfall“ aussieht. Ein Hund muss nicht zwangsläufig umfallen und mit dem ganzen Körper krampfen. Die Erscheinungsformen epileptischer Anfälle können sehr unterschiedlich sein.
Bei Berti haben wir inzwischen allerdings etwas erreicht, worüber wir uns wirklich freuen: Seine Anfälle sind mittlerweile sehr selten geworden. ❤️
Das bedeutet nicht, dass seine Epilepsie verschwunden ist. Es bedeutet, dass wir derzeit mit seiner Behandlung eine Situation erreicht haben, in der die Erkrankung seinen Alltag deutlich weniger bestimmt.
Und genau da wollen wir bleiben.
Bertis tägliche Versorgung
Berti bekommt seine Medikamente morgens um 8:00 Uhr und abends um 20:00 Uhr.
💊 Phenoleptil mit dem Wirkstoff Phenobarbital
💊 Magenschutz
💊 Präparate zur Unterstützung von Darm und Immunsystem
💊 Elektrolyte
💊 CBD-Öl
💊 Omega-3-Fettsäuren
💊 spezielle Vitamine
Phenobarbital wird beim Hund zur langfristigen Behandlung epileptischer Anfälle eingesetzt. Eine solche Dauertherapie gehört regelmäßig tierärztlich kontrolliert. Deshalb gehören bei Berti auch Blutuntersuchungen zu seinem medizinischen Programm.
Und nur weil seine Anfälle mittlerweile selten sind, wandert das Notfallmedikament natürlich nicht irgendwo hinten in den Schrank. Es ist da, wenn wir es brauchen.
Ebenso gehört bei Berti ein Epilepsie- beziehungsweise Anfallstagebuch dazu. Dort wird festgehalten, wann ein Anfall auftritt, wie lange er dauert, wie er abläuft und was davor oder danach auffällig war.
Gerade bei einem Hund wie Berti, bei dem inzwischen längere Zeit zwischen den Anfällen liegen kann, ist das Gold wert. Nach Monaten erinnert sich nämlich niemand mehr zuverlässig daran, ob der letzte Anfall nun zwei, drei oder fünf Minuten gedauert hat und was genau dabei passiert ist.
Was aufgeschrieben ist, muss man nicht aus dem Gedächtnis zusammenbasteln.
Und dann wären da noch Bertis Ohren … 👂
Die sind nämlich ein eigenes Kapitel.
Berti leidet unter einer chronischen Otitis externa, also einer chronischen Entzündung des äußeren Gehörgangs.
Und „chronisch“ ist hier das entscheidende Wort. Wir behandeln nicht einmal ein entzündetes Ohr und können anschließend einen Haken dahintersetzen. Das Problem kann immer wieder aufflammen und uns entsprechend über einen langen Zeitraum begleiten.
Bei einer Otitis externa können verschiedene Faktoren beteiligt sein. Allergien, Parasiten, Fremdkörper oder andere Veränderungen können eine Rolle spielen. Bakterien und Hefepilze können sich zusätzlich vermehren und eine bestehende Entzündung weiter unterhalten. Bei länger bestehenden Erkrankungen kann sich schließlich sogar das Gewebe des Gehörgangs verändern.
Deshalb ist eine chronische Ohrenentzündung auch deutlich mehr als „der Hund hat halt ein bisschen Dreck im Ohr“.
Juckreiz, Schmerzen, Kopfschütteln, Kratzen, Rötungen, Sekret oder ein auffälliger Geruch können Hinweise darauf sein, dass im Ohr wieder etwas los ist.
Bei Berti gehören die Ohren deshalb ganz selbstverständlich mit auf unsere medizinische Liste. Wir schauen sie regelmäßig an und wenn seine chronische Otitis wieder behandelt werden muss, bekommt er entsprechend der tierärztlichen Vorgabe Neptra.
Kurz gesagt: Seine Epilepsie ist momentan erfreulich ruhig – seine Ohren haben diesen Plan leider nicht unterschrieben. 😄
Die Kosten im Überblick 💶
💊 Phenoleptil und weitere Medikamente beziehungsweise Präparate: ca. 90 Euro monatlich
💉 Notfallmedikament: ca. 80 Euro
🩸 Blutuntersuchung: ca. 65 Euro pro Kontrolle
👂 Neptra bei einer notwendigen Ohrenbehandlung: ca. 35 Euro
Für seine regelmäßigen Medikamente und Präparate entstehen damit feste Kosten von rund 90 Euro monatlich beziehungsweise 1.080 Euro im Jahr.
Dazu kommen das Notfallmedikament, seine Blutuntersuchungen und tierärztlichen Kontrollen sowie die Behandlung seiner chronischen Ohrenentzündung.
Diese Kosten rechnen wir nicht künstlich auf zwölf Monate hoch. Wir wissen schließlich vorher weder, wann wir das Notfallmedikament benötigen beziehungsweise ersetzen müssen, noch wie häufig seine Ohren im Laufe eines Jahres eine Behandlung brauchen.
Was bedeutet das für uns?
Berti ist eigentlich ein ziemlich gutes Beispiel dafür, warum man sich bei chronischen Erkrankungen nicht vom schönen Moment täuschen lassen darf.
Wenn ein Epileptiker nur noch selten Anfälle hat, ist das großartig. Aber es ist kein Grund, plötzlich nachlässig zu werden.
Also klingelt bei uns weiterhin morgens und abends die Medikamentenuhr. Phenoleptil bleibt Phenoleptil, auch wenn Berti seit längerer Zeit keinen Anfall hatte. Die Blutkontrollen bleiben ebenfalls bestehen und das Notfallmedikament liegt weiterhin dort, wo wir im Ernstfall nicht erst danach suchen müssen.
Und während die Epilepsie sich momentan erfreulich zurückhält, erinnern uns seine Ohren regelmäßig daran, dass Berti ja schließlich noch eine zweite Baustelle im Angebot hat. 😄
So ist das eben mit chronisch kranken Hunden: Man arbeitet nicht auf den Tag hin, an dem man endlich alles abhaken kann. Man sorgt dafür, dass sie mit ihren Erkrankungen möglichst gut leben können.
Persönliches ❤️
Bei Berti freuen wir uns inzwischen über etwas, das für andere vielleicht ziemlich unspektakulär klingt:
Zeit.
Eine Woche ohne Anfall. Noch eine. Und wieder eine.
Je größer die Abstände werden, desto schöner ist es.
Denn genau dafür machen wir den ganzen Aufwand. Nicht damit seine Krankenakte besonders ordentlich aussieht und auch nicht, damit wir irgendwann behaupten können, Berti wäre plötzlich kein Epileptiker mehr.
Wir machen es, damit seine Epilepsie in seinem Leben möglichst wenig Platz bekommt.
Die Medikamente gehören dazu. Die Blutkontrollen gehören dazu. Seine chronischen Ohren gehören leider ebenfalls dazu.
Aber sie sind eben nur ein Teil von Berti.
Und wenn er seine Tage verbringt, ohne dass irgendeiner seiner medizinischen Baustellen gerade die Hauptrolle spielt, dann ist das für uns kein gewöhnlicher Tag.
Dann ist es genau der Tag, für den wir das alles machen. ❤️🐾
Nala gehört zu unseren Residenz-Pfoten. Viele kennen sie als unseren „Kein-Ohr-Husky“ – ihre Ohren wurden in ihrer Vergangenheit durch massiven Fliegenfraß so schwer geschädigt, dass große Teile davon fehlen.
Medizinisch begleitet sie jedoch eine ganz andere Besonderheit: Nala leidet unter dem Idiopathischen Head Tremor Syndrom, auch Head Bobbing genannt.
Was hat Nala und wie macht es sich bemerkbar?
Das Idiopathische Head Tremor Syndrom (IHTS) ist eine episodisch auftretende Bewegungsstörung. Dabei beginnt der Kopf des Hundes plötzlich unwillkürlich und rhythmisch zu wackeln, während der übrige Körper nicht zwangsläufig beteiligt ist.
Die Bewegungen können von oben nach unten verlaufen – häufig als „Yes-Yes-Tremor“ bezeichnet – oder von einer Seite zur anderen, der sogenannte „No-No-Tremor“.
Wer so etwas zum ersten Mal sieht, denkt schnell an einen epileptischen Anfall. Genau das war auch bei Nala zunächst naheliegend, denn beide Erscheinungen können plötzlich auftreten und neurologisch wirken.
Medizinisch handelt es sich jedoch um unterschiedliche Vorgänge.
Bei einem epileptischen Anfall kommt es zu einer vorübergehenden krankhaften elektrischen Aktivität von Nervenzellen im Gehirn. Das idiopathische Head Tremor Syndrom wird dagegen eher den paroxysmalen Bewegungsstörungen zugeordnet. „Paroxysmal“ bedeutet vereinfacht gesagt, dass eine Störung plötzlich und anfallsartig auftritt und anschließend wieder verschwindet.
Typisch ist außerdem, dass viele Hunde während einer Head-Bobbing-Episode wach und ansprechbar bleiben. Bei manchen lässt sich das Kopftremor sogar durch gezielte Ablenkung, beispielsweise mit Futter oder einer anderen interessanten Beschäftigung, unterbrechen.
Warum diese Episoden überhaupt entstehen, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Genau darauf weist bereits der Begriff „idiopathisch“ hin: Eine eindeutige zugrunde liegende Ursache lässt sich nicht feststellen. Verschiedene neurologische Mechanismen werden diskutiert, eine abschließende Erklärung gibt es bisher jedoch nicht.
Deshalb ist die Diagnose auch nicht einfach: „Der Hund wackelt mit dem Kopf, also ist es Head Bobbing.“ Andere neurologische Erkrankungen können ähnliche Erscheinungen verursachen und müssen je nach Fall ausgeschlossen werden.
Bei Nala kennen wir inzwischen das für sie typische Erscheinungsbild ihrer Episoden und können wesentlich besser damit umgehen als zu Beginn.
Nalas tägliche Versorgung
Nala bekommt verschiedene unterstützende Präparate, die individuell auf sie abgestimmt sind. Zusätzlich benötigt sie dauerhaft Spezialfutter.
Für das idiopathische Head Tremor Syndrom gibt es bislang keine einheitliche Standardtherapie, die bei jedem Hund zuverlässig funktioniert. Auch klassische Antiepileptika sind nicht automatisch das Mittel der Wahl, da es sich beim Head Bobbing nicht einfach um eine Form der Epilepsie handelt.
Nalas Versorgung ist deshalb auf sie persönlich abgestimmt und sollte nicht als allgemeine Behandlungsempfehlung für andere betroffene Hunde verstanden werden.
Was bei solchen episodischen Erkrankungen allerdings enorm hilfreich sein kann, ist eine vernünftige Dokumentation. Wir können festhalten, wann eine Episode auftritt, wie lange sie dauert, wie stark das Kopfwackeln ist und ob es Besonderheiten davor oder danach gab.
Und etwas ganz Banales kann für den Tierarzt besonders wertvoll sein: ein Video.
Ein Handyvideo zeigt oftmals wesentlich besser, was tatsächlich passiert, als eine Beschreibung im Nachhinein. Und natürlich haben solche Geschichten die wunderbare Angewohnheit, ausgerechnet in der Tierarztpraxis gerade nicht aufzutreten. 😄
Die Kosten im Überblick 💶
💊 Verschiedene Präparate: ca. 70–100 Euro monatlich
🥫 Spezialfutter: ca. 70 Euro monatlich
Damit liegen Nalas feste Kosten für Präparate und Spezialfutter bei ungefähr 140–170 Euro im Monat.
Auf ein Jahr gerechnet sind das rund 1.680–2.040 Euro.
Tierärztliche Kontrollen und gegebenenfalls notwendige weitere Untersuchungen kommen hinzu. Diese Kosten rechnen wir nicht pauschal auf das Jahr hoch, da sie je nach Verlauf unterschiedlich ausfallen können.
Was bedeutet das für uns?
Bei Nala geht es vor allem darum, ihre bekannten Episoden vernünftig einordnen zu können.
Wir kennen mittlerweile ihren normalen Ablauf und müssen deshalb nicht bei jeder Episode sämtliche Alarmglocken läuten lassen. Gleichzeitig bleibt der Blick dafür wichtig, ob etwas plötzlich anders als gewohnt abläuft.
Denn eine bekannte Diagnose darf niemals dazu führen, jede neue Auffälligkeit automatisch in dieselbe Schublade zu stecken.
Für unseren Alltag bedeutet das ansonsten vor allem Routine: ihre Präparate, ihr Spezialfutter und eine vernünftige Dokumentation ihrer Episoden.
Und dann darf das Thema auch wieder gut sein.
Nala soll schließlich nicht den ganzen Tag daran erinnert werden, dass ihr Kopf gelegentlich beschließt, eine kleine Extravorstellung zu geben. 😄
Persönliches ❤️
Nala hat ohnehin einen ziemlich hohen Wiedererkennungswert.
Ein Husky ohne richtige Ohren übersieht sich schlecht. ❤️
Was ihr damals durch den massiven Fliegenfraß passiert ist, können wir nicht rückgängig machen. Aber wir können dafür sorgen, dass diese Vergangenheit heute nicht mehr darüber entscheidet, wie ihr Leben aussieht.
Und ähnlich halten wir es mit ihrem Head Bobbing.
Es gehört zu Nala. Wir wissen darüber Bescheid, wir kümmern uns darum und wir handeln, wenn es notwendig ist.
Aber es ist nicht Nala.
Denn wenn der Kopf gerade nicht seine eigene kleine Choreografie aufführt, ist da immer noch dieselbe Hündin, die ihr Leben lebt und ziemlich wenig Interesse daran hat, auf irgendeine medizinische Diagnose reduziert zu werden.
Und ganz nebenbei kann unser Kein-Ohr-Husky vielleicht sogar dafür sorgen, dass ein Krankheitsbild bekannter wird, von dem viele Menschen vorher noch nie etwas gehört haben.
Manchmal sind eben gerade die besonderen Hunde diejenigen, von denen man am meisten lernt. ❤️🐾
Aamon gehört zu unseren Residenz-Pfoten und hat gesundheitlich leider schon einiges hinter sich.
Er leidet an Darmkrebs, benötigt dauerhaft verschiedene Medikamente und unterstützende Präparate sowie spezielles Futter und regelmäßige medizinische Kontrollen.
Zusätzlich mussten ihm aufgrund jahrelanger schwerer Entzündungen beide Gehörgänge operativ entfernt werden. Seitdem hört Aamon nur noch sehr dumpf.
Und weil Aamon inzwischen auch ein älterer Herr ist, kommen weitere Baustellen dazu: Gelenkprobleme, Arthrose und immer wieder Probleme mit seiner Haut.
Oder wie wir bei Aamon immer sagen:
Alles, was gratis ist, nimmt er mit. 😂
Was hat Aamon und wie macht es sich bemerkbar?
Aamon leidet an Darmkrebs.
Darmkrebs ist zunächst einmal ein Sammelbegriff, denn auch beim Hund können im Darm unterschiedliche Tumorarten entstehen. Welche Beschwerden auftreten, hängt unter anderem davon ab, welcher Darmabschnitt betroffen ist, um welche Art von Tumor es sich handelt und wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.
Bei Aamon hat sich die Erkrankung auf eine Weise bemerkbar gemacht, bei der es nichts mehr zu überlegen gab:
Er setzte reines, flüssiges Blut ab.
Nicht ein bisschen Blut auf dem Kot und auch keine kleinen Blutbeimengungen. Aamon hinterließ teilweise regelrechte Blutlachen.
Frisches rotes Blut, das über den Enddarm ausgeschieden wird, wird medizinisch als Hämatochezie bezeichnet. Blutungen dieser Art können unterschiedliche Ursachen haben und bedeuten nicht automatisch Krebs. Größere Mengen reinen Blutes oder wiederholte Blutungen sind jedoch ein ernstes Warnsignal und gehören tierärztlich abgeklärt.
Bei Aamon führte genau dieses massive Blutabsetzen zur weiteren Diagnostik – und schließlich zur Diagnose Darmkrebs.
Auch heute kann es bei ihm vorkommen, dass er wieder Blut absetzt. Deshalb müssen wir nicht nur seine Verdauung, sondern seinen gesamten Zustand im Blick behalten. Größere oder wiederholte Blutverluste können sich auch auf Kreislauf und Blutbild auswirken.
Zur medizinischen Überwachung gehören bei Aamon deshalb regelmäßige Blutuntersuchungen sowie bildgebende Diagnostik. Je nach Fragestellung und aktuellem Zustand können neben Röntgenuntersuchungen auch weiterführende Verfahren wie Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) notwendig werden.
Dann gibt es bei Aamon noch ein zweites großes medizinisches Kapitel:
seine Ohren.
Über Jahre hatte Aamon massive chronische Entzündungen und bakterielle Probleme in beiden Gehörgängen. Solche lang anhaltenden Entzündungsprozesse können das Gewebe dauerhaft verändern. Es kann zu Verdickungen, Vernarbungen und Verengungen kommen und irgendwann ein Zustand entstehen, der sich mit Medikamenten und gewöhnlichen Ohrbehandlungen nicht mehr ausreichend beherrschen lässt.
Bei Aamon waren die Veränderungen schließlich so schwerwiegend und irreversibel, dass beide Gehörgänge operativ entfernt werden mussten.
Eine bleibende Folge ist deutlich:
Aamon hört seitdem nur noch sehr dumpf.
Er ist nicht vollständig taub, aber sein Hörvermögen ist stark eingeschränkt. Deshalb haben wir unsere Kommunikation an ihn angepasst.
Wir haben Aamon beigebracht, auf Handzeichen zu reagieren. Wenn wir seine Aufmerksamkeit brauchen und er uns nicht sehen kann, verständigen wir uns zusätzlich über vorsichtiges Antippen.
Wo ein Zuruf nicht mehr zuverlässig funktioniert, übernimmt eben die Hand. Aamon hat sehr schnell verstanden, was wir von ihm möchten.
Sein eingeschränktes Hörvermögen bedeutet also nicht, dass Kommunikation mit ihm nicht mehr funktioniert.
Sie funktioniert einfach anders.
Dazu kommen inzwischen seine altersbedingten Beschwerden. Aamon hat Gelenkprobleme und Arthrose. Wie stark ihn diese beeinträchtigen und welche Unterstützung er benötigt, kann sich verändern. Deshalb wird auch dieser Bereich individuell nach seinem aktuellen Zustand behandelt.
Und dann wäre da noch seine Haut.
Auch damit hat Aamon immer wieder Probleme. Da Hautveränderungen bei Hunden sehr unterschiedliche Ursachen haben können, wird bei ihm nicht einfach pauschal irgendetwas behandelt. Entscheidend ist, wie sich seine Haut gerade zeigt und welche Behandlung beziehungsweise Unterstützung in der jeweiligen Situation notwendig ist.
Bei Aamon kommt also tatsächlich einiges zusammen – und genau deshalb muss man immer den ganzen Hund betrachten und nicht nur eine einzelne Diagnose.
Aamons tägliche Versorgung
Aamon bekommt verschiedene Medikamente und unterstützende Aufbaupräparate, die auf seinen aktuellen gesundheitlichen Zustand abgestimmt werden.
💊 verschiedene Medikamente
💊 unterstützende Aufbaupräparate
🥫 Spezialfutter
Gerade wegen seiner Darmerkrankung ist die Ernährung ein wichtiger Bestandteil seiner täglichen Versorgung.
Zusätzlich richtet sich seine weitere Unterstützung danach, welche seiner anderen gesundheitlichen Baustellen gerade Aufmerksamkeit benötigt. Seine Arthrose und Gelenke können zeitweise zusätzliche Behandlung erforderlich machen, genauso wie seine wiederkehrenden Hautprobleme.
Dazu kommen regelmäßige medizinische Kontrollen. Blutuntersuchungen helfen dabei, Veränderungen wichtiger Werte zu erkennen. Je nachdem, was abgeklärt werden muss, können Röntgen, CT oder MRT notwendig werden.
Wenn sein Zustand eine intensivere Diagnostik, Überwachung oder Behandlung erfordert, kommen außerdem Klinikaufenthalte hinzu.
Die Kosten im Überblick 💶
💊 Medikamente und unterstützende Aufbaupräparate: ca. 140 Euro monatlich
🥫 Spezialfutter: ca. 100–120 Euro monatlich
🩸 Blutuntersuchung: ca. 100 Euro pro Kontrolle
🩻 Röntgenuntersuchung: ca. 60 Euro pro Untersuchung
🖥️ CT- und MRT-Untersuchungen: Kosten je nach notwendiger Untersuchung
🏥 Klinikaufenthalte: je nach Dauer, Diagnostik und Behandlung
🦴 Arthrose und Gelenkprobleme: Kosten je nach aktuellem Behandlungsbedarf
🐾 Hautprobleme: Kosten je nach Befund und notwendiger Behandlung
Allein für Aamons regelmäßig benötigte Medikamente, Präparate und sein Spezialfutter entstehen ungefähr 240–260 Euro im Monat.
Das sind bereits 2.880–3.120 Euro im Jahr – ohne Blutkontrollen, Röntgen, CT, MRT, Klinikaufenthalte sowie zusätzliche Behandlungen seiner Gelenke, Arthrose oder Haut.
Eine genaue Gesamtsumme können wir bei Aamon deshalb gar nicht seriös angeben.
Bei ihm richtet sich vieles danach, welche Baustelle sich gerade meldet und was medizinisch in diesem Moment notwendig ist.
Was bedeutet das für uns?
Aamon ist kein Hund, bei dem man einmal einen Behandlungsplan erstellt und anschließend jahrelang nur noch Häkchen setzt.
Seine Bedürfnisse verändern sich.
Beim Darmkrebs achten wir besonders auf seine Verdauung und Blutungen. Liegt plötzlich wieder eine Lache aus reinem Blut da, müssen wir beurteilen, wie es ihm insgesamt geht und ob weitere Untersuchungen oder ein Klinikbesuch notwendig sind.
Wegen seines eingeschränkten Hörvermögens läuft unsere Kommunikation inzwischen ganz selbstverständlich über Blickkontakt, Handzeichen und Berührungen.
Bei seinen Gelenken und der Arthrose schauen wir darauf, wie beweglich er ist und was er aktuell an Unterstützung braucht. Und wenn seine Haut wieder Probleme macht, kommt eben auch diese Baustelle dazu.
Das klingt nach ziemlich viel – und medizinisch gesehen ist es das auch.
Für Aamon selbst soll sein Alltag aber nicht nur aus Krankheiten bestehen.
Er soll Hund sein dürfen.
Persönliches ❤️
Wenn es irgendwo etwas kostenlos zu verteilen gibt, scheint Aamon grundsätzlich als Erster die Pfote zu heben.
Darmkrebs, die Geschichte mit seinen Ohren, eingeschränktes Hörvermögen, Arthrose, Gelenke und dann zwischendurch noch die Haut.
Wir sagen bei ihm deshalb immer: Alles, was gratis ist, nimmt Aamon. 😂
Ein bisschen Humor muss man bei seiner Krankenakte einfach behalten.
Denn hinter all diesen Diagnosen steckt immer noch derselbe Aamon.
Ein Hund, der gelernt hat, dass wir eben mit den Händen mit ihm „reden“, wenn seine Ohren unsere Stimmen nicht mehr richtig zu ihm durchlassen.
Ein Hund, dessen Körper schon verdammt viel mitgemacht hat.
Und ein Hund, der trotzdem nicht morgens aufsteht und seine Krankenakte liest.
Das übernehmen wir für ihn.
Wir kümmern uns um Krebs, Blutwerte, Gelenke, Haut, Untersuchungen, Medikamente und den ganzen medizinischen Kram. Aamon hat einen anderen Job: Er soll sein Leben genießen. ❤️🐾
Layka, Chessmoo und Dämon gehören zu unseren Residenz-Pfoten und haben eine gemeinsame medizinische Vorgeschichte: Alle drei sind Epileptiker.
Sie wurden über einen langen Zeitraum medikamentös behandelt und sorgfältig eingestellt. Heute können wir bei allen drei etwas sagen, worüber wir uns unglaublich freuen:
Sie sind seit vielen Jahren anfallsfrei und benötigen mittlerweile keine Medikamente mehr.
Was haben Layka, Chessmoo und Dämon und wie macht es sich bemerkbar?
Alle drei haben eine Vorgeschichte mit Epilepsie. Dabei handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, bei der eine dauerhafte Neigung zu wiederkehrenden epileptischen Anfällen besteht.
Während eines epileptischen Anfalls kommt es vorübergehend zu einer krankhaft gesteigerten beziehungsweise ungewöhnlich synchronen elektrischen Aktivität von Nervenzellen im Gehirn. Wie sich das nach außen zeigt, kann von Hund zu Hund sehr unterschiedlich sein.
Manche Hunde zeigen deutliche Krämpfe des gesamten Körpers, bei anderen sind die Anzeichen wesentlich unauffälliger oder betreffen nur einzelne Körperregionen oder Verhaltensweisen. Auch Häufigkeit, Dauer und Stärke der Anfälle können sich erheblich unterscheiden.
Trotz intensiver Forschung sind bis heute längst nicht alle Ursachen und Mechanismen der Epilepsie vollständig verstanden und erforscht. Genetische Faktoren können ebenso eine Rolle spielen wie strukturelle Veränderungen oder Erkrankungen des Gehirns. Bei manchen Hunden lässt sich trotz entsprechender Diagnostik keine konkrete zugrunde liegende Ursache feststellen.
Layka, Chessmoo und Dämon wurden über lange Zeit medikamentös behandelt und eingestellt. Irgendwann waren die Anfälle so lange ausgeblieben und die Situation so stabil, dass die Medikamente kontrolliert reduziert und schließlich abgesetzt werden konnten.
Und dann begann eigentlich der schönste Teil ihrer Geschichte:
Es blieb ruhig.
Aus Wochen wurden Monate und aus Monaten wurden Jahre.
Heute sind alle drei bereits seit vielen Jahren ohne epileptische Anfälle und benötigen keine Antiepileptika mehr.
Dabei ist allerdings eine Unterscheidung wichtig: Anfallsfreiheit bedeutet nicht automatisch, dass ein Hund als geheilt betrachtet werden kann. Die Epilepsie bleibt Bestandteil ihrer medizinischen Vorgeschichte und ist beispielsweise auch für behandelnde Tierärzte weiterhin eine wichtige Information.
Gleichzeitig zeigen diese drei aber auch, dass der Verlauf einer Epilepsie sehr unterschiedlich sein kann und eine frühere Diagnose nicht zwangsläufig bedeutet, dass jeder betroffene Hund sein gesamtes Leben Medikamente benötigen wird.
Laykas, Chessmoos und Dämons heutige Versorgung
Dieser Abschnitt unterscheidet sich ziemlich deutlich von unseren anderen Epileptikern:
Layka, Chessmoo und Dämon benötigen heute keine Antiepileptika mehr. ❤️
Und genau hier möchte ich etwas ganz deutlich sagen:
Bitte niemals aufgrund einer langen anfallsfreien Zeit eigenmächtig die Medikamente eines Epileptikers reduzieren oder absetzen.
Ein Hund kann gerade deshalb keine Anfälle haben, weil seine Medikamente zuverlässig wirken. Werden bestimmte Antiepileptika plötzlich abgesetzt, kann das wiederum Anfälle begünstigen und im schlimmsten Fall gefährlich werden.
Ob eine Dosis reduziert oder eine Therapie irgendwann beendet werden kann, gehört deshalb immer in tierärztliche Hände. Ein solches Absetzen erfolgt – wenn es medizinisch überhaupt infrage kommt – kontrolliert und in der Regel schrittweise.
Bei Layka, Chessmoo und Dämon liegt dieser Weg bereits viele Jahre hinter uns.
Heute gibt es keinen Tablettenwecker mehr, keine täglichen Antiepileptika und keinen Medikamentenplan, der ihren Tagesablauf bestimmt.
Und nach allem, was vorher notwendig war, ist genau diese unspektakuläre Normalität eigentlich etwas ziemlich Besonderes.
Die Kosten im Überblick 💶
Bei diesen drei dürfen wir ausnahmsweise einen erfreulich kurzen Kostenabschnitt schreiben:
💊 Aktuell keine regelmäßigen Kosten für Antiepileptika
Natürlich entstehen auch bei Layka, Chessmoo und Dämon Kosten für ihre allgemeine Versorgung und je nach Bedarf für tierärztliche Untersuchungen.
Aber wir rechnen nicht irgendwelche allgemeinen Tierarztkosten künstlich ihrer Epilepsie zu, nur damit hier eine Summe steht.
Aktuell kostet uns ihre Epilepsie schlicht keine monatlichen Medikamente.
Und diese Null nehmen wir ausnahmsweise sehr gerne. 😄
Was bedeutet das für uns?
Eigentlich bedeutet es vor allem eines:
Normalität.
Wir müssen ihren Alltag heute nicht mehr um Medikamentenzeiten herum organisieren. Wir müssen nicht morgens und abends kontrollieren, ob jeder seine Tabletten bekommen hat, und wir müssen auch nachts keinen Wecker für eine weitere Dosis stellen.
Ihre Vorgeschichte ist trotzdem nicht vergessen.
Sollte bei einem der drei irgendwann wieder etwas auftreten, das an ein epileptisches Geschehen denken lässt, wissen wir sofort, dass diese Vorgeschichte bei der tierärztlichen Abklärung eine wichtige Rolle spielt.
Aber bis dahin warten wir nicht jeden Tag darauf, dass vielleicht irgendwann wieder ein Anfall kommt.
Warum sollten wir auch?
Sie haben uns viele Jahre ohne Anfälle geschenkt. Also dürfen sie diese Jahre auch einfach als Hunde verbringen und nicht als Patienten auf Abruf.
Persönliches ❤️
Layka, Chessmoo und Dämon erzählen eine ganz andere Geschichte über Epilepsie als beispielsweise Amy oder Berti.
Und gerade deshalb gehören auch sie hierher.
Bei Amy bedeutet Epilepsie bis heute einen strengen Medikamentenplan und eine intensive Betreuung. Bei Berti sind die Anfälle inzwischen selten geworden, seine Medikamente gehören aber weiterhin fest zu seinem Alltag.
Und dann gibt es Layka, Chessmoo und Dämon.
Drei Hunde, die lange behandelt und eingestellt wurden und bei denen irgendwann der Punkt erreicht war, an dem die Medikamente kontrolliert beendet werden konnten.
Danach kam kein großes Wunder.
Es kam einfach immer wieder ein ganz gewöhnlicher Tag ohne Anfall.
Dann noch einer.
Und noch einer.
Bis daraus Jahre wurden. ❤️
Ihre Epilepsie gehört zu ihrer Geschichte und wird deshalb auch niemals aus ihrer Krankenakte verschwinden.
Aber sie bestimmt ihr Leben schon lange nicht mehr.
Und manchmal ist genau das eine der schönsten Entwicklungen, die man sich bei einem chronisch kranken Hund wünschen kann. ❤️🐾
Buttercup gehört zu unseren Residenz-Pfoten und lebt mit einer Erkrankung, deren Name viele schon einmal gehört haben, bei der aber trotzdem häufig völlig falsche Vorstellungen bestehen:
Leishmaniose.
Bei Buttercup bedeutet das nicht, dass sie jeden Tag schwer krank vor uns steht. Es bedeutet vielmehr, dass wir mit einer Erkrankung leben, die über lange Zeit ruhig sein kann – und sich dann in einem Schub wieder bemerkbar machen kann.
Was hat Buttercup und wie macht es sich bemerkbar?
Buttercup leidet an Leishmaniose, genauer gesagt an einer Infektion mit Leishmanien.
Leishmanien sind einzellige Parasiten. In Europa spielt beim Hund vor allem Leishmania infantum eine wichtige Rolle. Übertragen wird der Erreger hauptsächlich durch den Stich infizierter Sandmücken.
Und jetzt kommt das Tückische an dieser Erkrankung:
Infiziert bedeutet nicht automatisch dauerhaft schwer krank.
Zwischen einer Infektion und dem Auftreten erster klinischer Symptome können Monate oder sogar Jahre liegen. Wie stark ein Hund erkrankt, hängt unter anderem wesentlich davon ab, wie sein Immunsystem mit dem Erreger umgehen kann.
Leishmaniose kann sich außerdem bei jedem Hund anders zeigen.
Mögliche Veränderungen betreffen beispielsweise Haut und Fell, Augen, Gewicht, Allgemeinzustand, Lymphknoten, Blutbild oder Gelenke. Besonders wichtig sind die Nieren, denn eine Nierenbeteiligung kann bei Leishmaniose zu den schwerwiegendsten Komplikationen gehören.
Genau deshalb reicht es bei einem Leishmaniose-Hund nicht, nur zu sagen:
„Der sieht doch gut aus.“
Buttercup kann äußerlich vollkommen zufrieden durch ihren Alltag marschieren und trotzdem müssen wir wissen, was in ihrem Körper passiert.
Bei ihr verläuft die Erkrankung in Schüben. Es gibt stabile Phasen, in denen sie wenig Probleme hat, und Phasen, in denen ihre Erkrankung wieder aktiver wird und entsprechend behandelt werden muss.
Leishmaniose lässt sich behandeln und bei vielen Hunden über lange Zeit gut kontrollieren. Eine Behandlung bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sämtliche Parasiten vollständig aus dem Körper verschwunden sind. Rückfälle beziehungsweise erneute Krankheitsschübe sind möglich.
Genau deshalb bleibt Buttercups Leishmaniose auch dann ein Thema, wenn es ihr gerade richtig gut geht.
Buttercups tägliche Versorgung
Buttercups Versorgung richtet sich stark danach, in welcher Phase ihrer Erkrankung sie sich gerade befindet.
🥫 Sie bekommt spezielles Futter.
💊 Je nach aktuellem Verlauf beziehungsweise Schub benötigt sie entsprechende Medikamente.
💊 Zusätzlich bekommt sie unterstützende Präparate.
🦟 Außerdem gehört ein geeigneter Spot-on-Schutz gegen Sandmücken zu ihrer Vorsorge.
Gerade bei einem Leishmaniose-Hund ist der Schutz vor Sandmücken wichtig. Dabei geht es nicht nur darum, Buttercup möglichst vor weiteren Stichen zu schützen. Maßnahmen gegen Sandmücken spielen auch eine Rolle dabei, die Weiterübertragung von Leishmanien zu reduzieren.
Natürlich bietet auch ein geeignetes Präparat keinen hundertprozentigen Schutz. Es ist aber ein wichtiger Baustein unserer Vorsorge.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil sind Buttercups regelmäßige Blutkontrollen und weitere Untersuchungen.
Dabei geht es nicht nur darum, einen einzelnen Leishmaniose-Wert anzuschauen. Je nach Situation müssen beispielsweise Blutbild und Organwerte beurteilt werden. Da bei Leishmaniose insbesondere die Nieren betroffen sein können, können außerdem Urinuntersuchungen und weitere Kontrollen notwendig werden.
Welche Untersuchungen durchgeführt werden, richtet sich deshalb immer danach, wie Buttercup aktuell dasteht und welche Werte kontrolliert werden müssen.
Die Kosten im Überblick 💶
🥫 Spezialfutter: ca. 60 Euro monatlich
💊 Medikamente bei entsprechenden Schüben: ca. 60–80 Euro
💊 Unterstützende Präparate: ca. 30 Euro monatlich
🦟 Spot-on: ca. 35 Euro
🩸 Blutkontrollen und weitere Untersuchungen: ca. 60–150 Euro pro Kontrolle bzw. Untersuchung
Buttercups Kosten sind deshalb nicht jeden Monat identisch.
Für Spezialfutter und unterstützende Präparate entstehen bereits ungefähr 90 Euro monatlich. Dazu kommen der Spot-on-Schutz und ihre notwendigen Kontrollen.
Wenn Buttercup einen Schub hat und zusätzliche Medikamente benötigt, steigen die Kosten entsprechend um weitere 60–80 Euro.
Je nachdem, welche Blutwerte oder weiteren Untersuchungen notwendig sind, kommen dafür nochmals ungefähr 60–150 Euro hinzu.
Eine feste monatliche oder jährliche Gesamtsumme wäre deshalb bei Buttercup nicht wirklich aussagekräftig. Ein ruhiger Monat kann finanziell völlig anders aussehen als ein Monat, in dem die Leishmaniose wieder aktiver wird und umfangreichere Kontrollen oder Behandlungen notwendig werden.
Was bedeutet das für uns?
Bei Buttercup besteht die Kunst eigentlich darin, sich von guten Phasen nicht täuschen zu lassen.
Wenn sie frisst, gut drauf ist und äußerlich nichts darauf hindeutet, dass in ihrem Körper eine chronische Infektion schlummert, könnte man sehr schnell denken:
Alles gut – Thema erledigt.
Aber genau so funktioniert Leishmaniose nicht.
Eine stabile Phase ist etwas Schönes und genau das möchten wir erreichen. Sie bedeutet aber nicht, dass wir ihre Erkrankung vergessen können.
Deshalb gehören Kontrollen, Spezialfutter, Präparate und der Schutz vor Sandmücken zu ihrem Leben. Und wenn sich die Erkrankung wieder stärker bemerkbar macht, wird ihre Behandlung entsprechend angepasst.
Das medizinische Management läuft im Hintergrund.
Buttercup darf währenddessen einfach Hund sein.
Persönliches ❤️
Leishmaniose ist so eine Diagnose, bei der manche Menschen beim Namen schon zusammenzucken.
Buttercup selbst ist das ziemlich egal.
Sie wacht morgens schließlich nicht auf und denkt:
„Mist, ich bin ja Leishmaniose-positiv.“ 😂
Sie möchte fressen, leben, ihren Alltag haben und Hund sein.
Unsere Aufgabe ist der andere Teil.
Wir kümmern uns um Spezialfutter, Präparate, Sandmückenschutz und Kontrollen. Wenn ein Schub kommt, bekommt sie die medizinische Unterstützung, die sie braucht. Und wenn ihre Erkrankung Ruhe gibt, darf Buttercup diese Ruhe auch genießen.
Leishmaniose gehört zu ihrem Leben.
Aber sie bekommt ganz sicher nicht das Recht, Buttercups gesamtes Leben zu bestimmen. ❤️🐾