Aslan musste operiert werden! 255€/800€. Mehr dazu unter "Tiernotfälle"
🏥🐾 Unsere Krankenstation auf der Paradise of Dogs Lebensranch ❤️🐾
Ich möchte euch einmal etwas genauer erklären, warum wir auf unserer Lebensranch eine eigene Krankenstation haben, wofür wir sie benötigen und warum wir bei der Einrichtung auf bestimmte Dinge ganz besonders geachtet haben.Wer im Tierschutz arbeitet, weiß, dass es nicht nur darum geht, Hunde aus schlechten Verhältnissen zu holen und ihnen ein schönes Leben zu ermöglichen. Viele Tiere bringen gesundheitliche Probleme mit, andere werden im Laufe der Jahre krank, müssen operiert werden oder benötigen aufgrund ihres Alters eine intensivere Betreuung. Und genau für solche Fälle haben wir unsere Krankenstation eingerichtet. Unsere Krankenstation befindet sich direkt bei uns im Haus. Das hat einen ganz bestimmten Grund. Ich möchte kranke oder frisch operierte Hunde nicht irgendwo auf dem Gelände unterbringen, wo ich jedes Mal erst hinlaufen muss, um nach ihnen zu schauen. Hier habe ich sie in unmittelbarer Nähe, kann regelmäßig kontrollieren, wie es ihnen geht, ob sie ruhig schlafen, Schmerzen zeigen, unruhig werden oder sich ihr Allgemeinzustand verändert. Zusätzlich ist die Krankenstation kameraüberwacht. 📹 Das bedeutet, dass wir unsere Patienten auch beobachten können, wenn wir gerade in einem anderen Raum beschäftigt sind. Besonders bei Hunden, die frisch operiert wurden, sehr geschwächt sind oder aufgrund einer Erkrankung genauer beobachtet werden müssen, ist das eine enorme Erleichterung. Natürlich ersetzt das keine persönliche Kontrolle, aber es ist eine zusätzliche Sicherheit. Denn gerade bei kranken Tieren kann sich ein Zustand manchmal innerhalb kurzer Zeit verändern.
🐾 Wofür nutzen wir unsere Krankenstation eigentlich?
Hier betreuen wir unter anderem Hunde nach Operationen, versorgen Wunden, wechseln Verbände, verabreichen verordnete Medikamente und kümmern uns um Tiere, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes mehr Ruhe und Pflege benötigen. Auch unsere Senioren oder chronisch kranken Hunde können hier bei Bedarf intensiver betreut werden. Manche müssen regelmäßig Medikamente bekommen, andere benötigen Unterstützung beim Fressen, beim Aufstehen oder einfach mehr Aufmerksamkeit und Kontrolle.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Hygiene! 🧼
Deshalb haben wir uns bewusst für abwaschbare Wände entschieden. Das ist nicht einfach nur eine optische Sache, sondern hat einen ganz praktischen und hygienischen Hintergrund. In einer Krankenstation kann es immer wieder vorkommen, dass Blut, Wundsekret, Urin, Erbrochenes oder andere Körperflüssigkeiten auf Oberflächen gelangen. Normale, saugfähige Wandmaterialien wären dafür denkbar ungeeignet, weil sie Feuchtigkeit und Verunreinigungen aufnehmen können. Unsere Wände sind deshalb so gestaltet, dass sie sich gründlich reinigen lassen und die Oberflächen mit geeigneten Mitteln desinfiziert werden können. Das Gleiche gilt natürlich für die Böden und die übrigen Einrichtungsgegenstände. Denn gerade bei geschwächten oder frisch operierten Tieren müssen wir das Risiko zusätzlicher Infektionen möglichst gering halten. Auch auf die Raumtemperatur, eine vernünftige Belüftung, saubere und bequeme Liegeplätze sowie ausreichend Ruhe legen wir großen Wert. Ein Hund, der gerade eine Operation hinter sich hat oder gesundheitlich angeschlagen ist, braucht einen Platz, an dem er sich erholen kann, ohne ständig durch andere Hunde gestört zu werden. Wichtig ist auch die Trennung zwischen Krankenstation und Quarantäne. Hunde mit ansteckenden Erkrankungen gehören nicht einfach zu frisch operierten oder immungeschwächten Patienten. Dafür haben wir einen gesonderten Quarantänebereich mit entsprechenden Hygienemaßnahmen. Schließlich wollen wir unsere Tiere gesund pflegen und nicht riskieren, dass sie sich gegenseitig mit Krankheiten anstecken. Natürlich ist unsere Krankenstation keine Tierklinik und soll auch keine ersetzen. Untersuchungen, Operationen und Behandlungen, die eine tierärztliche Versorgung erfordern, gehören selbstverständlich in fachkundige Hände. Aber nicht jeder Hund muss nach einer Behandlung tagelang in einer Klinik bleiben, sofern sein Zustand eine häusliche Nachsorge erlaubt. Vieles können wir nach Rücksprache mit unseren Tierärzten selbst übernehmen.Und ganz nebenbei bedeutet das für unsere Hunde auch, dass sie in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Sie kennen die Geräusche, die Gerüche und vor allem die Menschen, die sich um sie kümmern. Gerade bei älteren, ängstlichen oder schwer kranken Tieren kann das unglaublich viel ausmachen. ❤️
Warum betreiben wir diesen ganzen Aufwand?
Weil ich der Meinung bin, dass man im Tierschutz nicht nur an die Rettung denken darf. Was passiert denn mit einem Hund, wenn er alt wird? Wenn er plötzlich nicht mehr laufen kann, operiert werden muss oder eine Krankheit bekommt, die eine intensive Pflege erfordert?Genau dann beginnt oft der schwierigste Teil unserer Arbeit. Es bedeutet manchmal, nachts mehrfach aufzustehen, Medikamente zu bestimmten Uhrzeiten zu geben, Wunden zu kontrollieren, Bettchen zu wechseln oder einfach bei einem Hund zu sitzen, dem es gerade nicht gut geht. Und ja, das kostet Zeit, Geld, Kraft und manchmal auch verdammt viele Nerven. Aber wer sich entscheidet, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen, muss auch bereit sein, diese Verantwortung zu tragen, wenn es nicht mehr einfach ist.
❤️🐾 Unsere Krankenstation ist deshalb für mich nicht einfach nur ein Raum mit abwaschbaren Wänden und ein paar Hundebetten. Sie ist ein wichtiger Teil unserer täglichen Tierschutzarbeit. Ein Ort, an dem unsere Schützlinge die Pflege, Ruhe und Aufmerksamkeit bekommen, die sie gerade dann brauchen, wenn es ihnen gesundheitlich nicht gut geht. Denn retten allein reicht nicht. Man muss auch für die Tiere da sein, wenn sie einen am dringendsten brauchen. Und zwar nicht nur heute oder morgen, sondern so lange, wie sie uns brauchen. ❤️🐺